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geehrter Herr Schmidt, Ich bin eine alleinerziehende Mutter von 2 Adoptivkindern.Felix ist 18 Jahre alt, Angelina ist 17 und meine grosse Sorge.Sie war von Mai 2001 bis Januar 2001 vom Jugendamt in Obhut genommen worden.Sie wechselte mehrmals die Heime (4 Mal).Ab 9.1.02 habe ich meine Tochter wiederbekommen,weil es in den Heimen überhaupt nicht klappte und die Betreuer und das Jugenamt es nicht mehr einsahen ihr wieder und wieder ein neues Heim zu suchen.Der zustand in dem sie zu mir zurückkam war schlechter als der Zustand als wir uns getrennt hatten.Sie nimmt weiterhin Drogen,geht nicht zur Schule,macht zu Hause was sie will,beschimpft einen aufs Übelste. Meine Kraft geht zu Ende und ich verzweifel immer mehr!!Was soll ich tun?? Auch der Gang zum Jugendgericht war umsonst.Es ist nötig das ich mich wieder von ihr trennen muss,sonst gehe ich noch an dieser Situation zu Grunde.Ich bin sehr verzweifelt und weiss nicht was ich noch tun soll und kann!! Ich bitte sie hiermit um Hilfe. Mit freundlichen Grüssen H. |
Hallo,
vielen Dank für Ihren Brief! Ich gehe davon aus, dass die
Schwierigkeiten Ihrer Tochter eine lange Geschichte haben, die
einerseits mit dem Umstand ihrer Adoption, andererseits
vielleicht auch mit Ihrem Familienleben zu tun haben können.
Über diese lange Geschichte schreiben Sie allerdings gar nichts,
Sie beschränken sich nur auf eine ganz kurze Darstellung des
aktuellen Problems, ohne auf irgendwelche Hintergründe
einzugehen. Bedeutet dies, dass Sie sich damit noch nie
ernsthafter auseinandergesetzt haben? Jedenfalls kann ich Ihnen
leider nichts Näheres inhaltlich raten, weil Sie mir so wenig
davon schreiben.Ich empfehle Ihnen eine Familienpsychotherapie in
einer Erziehungsberatungsstelle, um gemeinsam verstehen zu
lernen, was Ihre Tochter seelisch umtreibt. Das hilft Ihnen und
Ihrer Tochter dann, Lösungen zu finden.
Mit freundlichem Gruß,
Dipl.-Psych. H.-R. Schmidt