Sehr geehrter Herr Dr. Schmidt,
wir (33 J, mein Mann 31 J) haben eine 3 jährige Tochter, die wir mit viel
Liebe und Zuwendung erziehen und aufwachsen lassen. Dennoch plagen mich
Zweifel, da unsere Kleine seit ca. 2 Wochen nächtlich von Albträumen gestört
wird. Ca. 1-2 Stunden nach dem Zubettgehen, weint Cynthia. Sie schreit aber
nicht richtig, jammert eher, hat geöffnete Augen, schaut dennoch leer,als
wenn sie nach wie vor schlafen würde und läßt sich auch nicht beruhigen. Nach
ein paar Minuten ist der Spuk vorbei und sie schläft meist den Rest der Nacht
durch. Die Albträume kommen jede Nacht, manchmal sogar 2-3 mal hintereinander
in kurzen Abständen (dies aber selten). Unser Hausarzt (wir haben bei uns
keinen Kinderarzt der uns zusagt) hat uns für diese Phasen den Seda-Plus-Saft
verschrieben, dennoch möchte ich die Kleine nicht ständig mit Medikamenten
vollpumpen, nur damit sie gut schläft. Oftmals hilft der Saft nämlich auch
nicht. In unserer Apotheke bekam ich dann "Kava Kava-Tropfen", denen ich aber
auch nicht vertraue, da der Beipackzettel sehr dürftige Informationen gibt.
Wie können wir unserem Kind helfen? Mein Mann meint, sie habe zuviel Action
mit Kinderspielen, draußen toben und tollen. Zudem kommt sie am 5.9.01 in den
Kindergarten. Ich glaube aber, daß das Spielen und unser Freizeitangebot
nicht schaden, denn es ist immer kindgerecht und immer nur beschränkt auf
eine Aktivität. Bitte raten Sie mir, wie ich mit der Situation umzugehen habe
und ob ärztliche Betreuung notwendig ist. Ich bin schon sehr verzweifelt und
schlafe nachts schlecht, immer mit dem Gedanken, hoffentlich schläft die
Kleine gut. Bitte sagen Sie mir auch, wieviel Schlaf ein 3 jähriges Kind im
Durchschnitt noch braucht. Cynthia schläft ca. 12-13 Stunden (mit kurzen
Wachphasen) nachts und hält keinen Mittagsschlaf mehr.
Vielen, vielen Dank vorab für Ihren Rat,
A.

Liebe(r) A.,
ich glaube, ich kann es kurz machen: Lesen Sie bitte Beratung Nr. 109. Dort geht es um das selbe Thema. Solllten Sie danach noch weitere Fragen haben, können Sie sich gern noch einmal kostenfrei melden.
Mit freundlichem Gruß, Ihr Dipl.-Psych. Hans-Reinhard Schmidt

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