| Guten Tag, Mein Mann und ich haben ein grosses Problem.Wir kennen uns 10 Jahre und sind 3 Jahre verheiratet.Meine Schwiegereltern akzeptierten mich als Teeni(damals 19).Wir fuhren auch in den Urlaub.Sie war dann missgestimmt, wenn mein Mann und ich alleine sein wollten.Strandtage gab es nur zu viert.Als ich dann auf lange Sicht meine Interessen durchsetzte und nicht ihre,war ich in der ganzen Familie ein Unruhestifter.Mein Mann nahm diese Probleme nie so wahr auch wenn ihn was gestört hätte,hätte er sich nie getraut,seiner Mutter zu widersprechen.Sie forderte totale Aufmerksamkeit jedes Wochenende.Wir wohnen 40km auseinander ,das nützte nie was.Wir machten das auch 7 Jahre mit.Seit der Hochzeit ist es für mich unerträglich geworden,diese Nähe.Meine Schwiegermutter wollte auch über unsere Hochzeit entscheiden.Das ging für sie schief,mit langem Gesicht hat sie im Standesamt gesessen.Ich war zu diesem Zeitpunkt auch Schwanger.Jetzt fängt das eigentliche Malheur an. Sie war "Schwangerer" als ich.Ihre Freundinnen sind alle 20 Jahre jünger und bekommen gerade Kinder.Sie war sehr interessiert an meinem Bauch,in jeglicher Art.Mein Mann tat es als große Freude ab.Unsere Tochter kam auf die Welt, und ich hatte nur Angst.Sie meckerte auch meinen Mann an,daß sie nicht frühzeitig angerufen wurde,um im Kreissaal dabeizusein."Jetzt hat sie ein Mädchen", was Sie sich so gewünscht hatte.Die Besuche von meinen Schwiegereltern sollten sich dadurch auch noch verdoppeln .Sie hat mich nach der Geburt auch gefragt, wann ich wieder arbeiten gehe, um auf "unser Kind" aufzupassen.Besuche bei meinen Schwiegereltern wurden immer schlimmer.Mein Kind wurde mir vom Arm genommen,wenn ich die Tür betrat."Du hast sie doch schließlich immer", wurde zu meinem Mann gesprochen.Angeschnallt im Auto war sie wieder meine Tochter.Spaziergänge sahen so aus:meine SM schob den Wagen 200m alleine im vorraus,dahinter der Rest der Familie.Dumme Sprüche"Die Leute schaun mich an, als sei´s meins".Als unsere Tochter eines Tages sich einschrie, weil sie rumgereicht wurde,von meiner SM zu meiner Mutter und rundherum und wieder zu meiner SM natürlich.Ich suchte mir dann einen Raum ,wo ich mit meiner Tochter alleine war,keine 2min später stand meine SM hinter mir und verlangte nach meiner tochter.Ich sagte zum ersten Mal nein. Sie jagte mich um den Tisch,und versuchte nach den ärmchen+Füsschen zu greifen."Ich kann das Kind besser beruhigen!" Schock! Ich ergriff mit meinem Kind die Flucht aus der Wohnung! Mein Mann steht hinter mir,begreift trotzdem nicht, warum sie das macht. Sagt wieder nichts.Obwohl er einen Teil mitbekommen hat.Besuche gehen weiter.Im Garten meiner Eltern (Kaffeeklatsch),flüsterte meine SM mir zu "Zum Glück sieht sie dir nicht so ähnlich!" Zum ersten Mal hat meine Mutter es gehört,bekomme trotzdem keine Unterstützung.Alle trauen sich nicht meiner SM die Meinung zu sagen.Mobbing Pur.Selbst meine Mutter redete es schön,was verlange ich dann von meinem Mann? Wieder ein Besuch. Meine Tochter hatte Ausschlag am Körper, den man nicht sah. Meine SM stopfte sie mit allem voll. Als sie dann Erdbeeren stopfte,sagte ich, es ist genug ,zu der Rechtfertigung, warum ,kam ich gar nicht.Eine abweisende Handbewegung kam ,ich hätte eh nichts zu sagen.Ich kochte vor Wut.Ich hielt den Mund und nahm es hin.Dann"Deine Mutter will das nicht, aber von deiner Oma bekommst du was",und stopfte weiter.Meine Stimme war wieder da.Ich sagte zu Ihr "Was soll das? Du Kannst mich nicht anschwärzen bei meinem Kind! Das Maß ist voll. Ich Gehe." Mein Mann und mein SV bekamen den Mund nicht zu. SM "M., nun tu doch was, sie kann doch nicht das Kind mitnehmen!" Keine Reaktion von M., SM trat einen Stuhl nach mir vor Wut.Ich ging, und mein Mann auch. Zu hause packte es meinen Mann und er fuhr zurück.Er wollte es verstehen und schlichten. Ich bin von allen so gedemütigt worden. Nächster Tag ,Treffen mit den Schwiegereltern, auf Bitten meines Mannes. Nur Demütigungen, Lügen von SM,....... Hört das nie auf.Ich will doch nur respektvoll behandelt werden.Mein Mann versteht es immer noch nicht, an was für einem Punkt SM und ich sind. Ich entzog mich meinen Schwiegereltern, mein Mann konnte mich zu nichts mehr bitten. Mittlerweile kämpft mein Mann um sein selbständiges Leben und unsere Familie. Seit dem Erdbeer-Sonntag sind nun 9 Monate vergangen. Mein Mann steht hundertprozentig hinter mir, seitdem er Lügen und Intrigen am eigenen Körper erfahren mußte. Seitdem er nicht mehr "funktioniert", wie sie ihn erzogen haben, ist er nur noch "eigentlich" ihr Sohn. Unsere Tochter konnten sie alle vier Wochen für einen Nachmittag sehen. Wir wollten sie rauslassen, ihr Oma und Opa nicht vorenthalten. Nachdem der Wunsch meines Mannes nach Abstand der restlichen Familie (Telefonate und Briefe, die meinen Mann umstimmen sollten, ihm regelrecht drohten) bei meinen Schwiegereltern ungehört blieb, hat er sich von seinen Eltern zurückgezogen. Gleichzeitig unterstützt er den Kontakt zu unserer Tochter auch nicht mehr. Wie können wir diese eingefahrene Situation wieder in den Griff bekommen? Unsere Tochter wird immer älter und möchte sicher mit Oma und Opa Zeit verbringen wollen. Ich hoffe, diese Zeilen sind nicht zu konfus verfaßt. Es ist schwierig, diese 9 Monate auf einen kleinen Brief zu bekommen. Wie können wir uns weiterhin verhalten? Wir möchten das Umgangsrecht nicht vor Gericht diskutieren müssen. Mit freundlichen Grüßen, |
Hallo, vielen Dank für Ihren
Brief!
Glückwunsch! Sie und vor allem Ihr Mann sind auf einem sehr
guten Weg der Ablösung und Verselbständigung von der SM. Was
Ihr Mann in seiner Jugend nicht schaffen konnte, nämlich autonom
von seiner übergriffigen und distanzlosen Mutter zu werden,
schafft er nun endlich langsam als Familienvater und Ehemann mit
Ihrer wichtigen Unterstützung. Ihre Schwiegermutter ist ja eine
echte Herausforderung! Sie scheint psychisch etwas gestört zu
sein, dass sie ihre Rolle als Oma und Schwiegermutter so
grottenschlecht auf die Reihe kriegt! Aber das muss ja nicht Ihre
Sorge sein, damit muss Ihre SM selber fertig werden. Ihre Aufgabe
ist es vielmehr, Ihre Ehe und Familie selbstverantwortlich und
erwachsen zu organisieren. Und wenn Sie dabei Ihre SM heftig in
die Schranken verweisen müssen, liegt das allein an der
grenzüberschreitenden Art der SM. Machen Sie weiter so. Wenn
darüber die Beziehung zu Ihren Schwiegereltern derzeit leidet,
muss Ihnen das egal sein. Es geht dann eben derzeit nicht anders.
Und Sie werden sehen: Wenn Sie Ihren Kurs der Selbstständigkeit
und Autonomie erst einmal durchgesetzt haben und zufrieden damit
sind, dann wird sich das Verhältnis zur SM auch wieder
verbessern. Dann aber auf einer ganz neuen Basis. Auf einer
Basis, die Ihnen und Ihrer Familie Autonomie und Respekt als
Selbstverständlichkeit zugesteht. Und die SM hat dann auch
dazugelernt.
Durchhalten, rät
Dipl.-Psych. H.-R. Schmidt