Ich bin 20 Jahre und leide seit 10 Jahren unter starken Depressionen, Selbstmordgedanken und psychosomatischen Beschwerden.Ich bin auch seit 10 Jahren in Behandlung, nehme Psychopharmaka und kämpfe wirklich mit allen Mitteln und aller Kraft gegen mein Leiden an, leider bisher ohne erfolg. Die Diagnose ändert sich von Jahr zu Jahr und Arzt zu Arzt...von manisch-depressiv, posttraumatische Belastungsstörung über das Borderlinesyndrom wandere ich durch meine Diagnosen und habe das Gefühl, dass keiner so genau weiss, was mir fehlt.Ich bin wirklich am Verzweifeln und denke sehr oft an Selbstmord in letzter Zeit. Ich bin arbeits- und sogar schulunfähig und würde aber so gerne wieder die Schule besuchen, habe aber nicht die Kraft und den Mut dazu, eher panische Angst. Vor einem Jahr fingen bei mir auch noch die Selbstverletzungen an und auch meine Mutter hat keine Geduld mehr mit mir.So kann es nicht mehr weitergehen, habe wirklich alle Möglichkeiten ausgeschöpft von EMDR über Famillienaufstellung, von diesen zu den tabletten.Ich weiss bald wirklich nicht mehr weiter.Man sagt mir immer ich sei doch stark und müsste nur WOLLEN, aber ich möchte doch und schaffe es nicht,´habe oft das Gefühl man nimmt mich nicht ernst, tröstet mich immer hinweg und sagt ich werde mich schon nicht umbringen. Ich möchte auch nicht sterben, aber so kann es doch auch nicht mehr weitergehen. Ich weiss, dass auch Sie mir kein Patentrezept geben können, aber vielleicht einen Tip. Haben die Therapien (momentan Akupunktur, Gesprächstherapie, Psychopharmaka) überhaupt noch Sinn? Oder verwirrt mich das Ganze nur noch mehr? Was würden Sie mir raten? Bitte Sie um baldige Antwort!Fühle mich so leer, verlassen und ohnmächtig, falsch auf dieser Welt, der Freitod scheint die einzige Lösung zu sein. Vielen Dank im Voraus! Mit freundlichen Grüssen, Fräulein Irina P.

Liebe Irina P.,
vielen Dank für die bewegende Darstellung Ihrer Situation. Ich habe spontan das Gefühl, mit Ihnen persönlich ausführlich sprechen zu mögen, um Sie genauer kennen zu lernen und Ihnen vielleicht wirklich helfen zu können. Denn Sie sind in Not. Seit langer Zeit. Ich möchte Sie ganz persönlich bitten, verlieren Sie jetzt nicht den Lebensmut. Ich will Sie aber auch nicht bloß so vertrösten, weil ich es mir mit Ihnen leicht machen will. Keineswegs! Ihr Brief klingt sehr traurig, ich kenne Sie gar nicht und mache mir doch Sorgen um Sie!
Ich möchte Ihnen Folgendes anbieten: Überlegen Sie bitte, ob Sie zu einem ausführlichen und für Sie kostenlosen Gespräch zu mir kommen können. Das hängt natürlich davon ab, wo Sie wohnen, was ich nicht weiss. Ich biete Ihnen an, Sie gerne persönlich kennen zu lernen und zu beraten, mehr Informationen von Ihnen zu bekommen und dann gemeinsam mit Ihnen zu überlegen, wie es weitergehen sollte, wie es mit Ihnen endlich wieder aufwärts gehen kann (und das muss es ja wohl, nicht wahr?!). Ich lade Sie ein in meine persönliche Sprechstunde. Teilen Sie mir, wenn Sie dies möchten, vertraulich (also nach der gesetzlichen Schweigepflicht und ohne Veröffentlichung auf dieser website), Ihre Adresse und Ihre Möglichkeit mit, ein persönliches Gespräch zu arrangieren. Ich würde ggbfs. auch zu Ihnen kommen.
Ich erwarte Ihre Nachricht. Mit freundlichem Gruß, Ihr
Dipl.-Psych. Hans-Reinhard Schmidt

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