| Sehr geehter
Herr Schmidt, ich freue mich sehr, dass ich Ihre Seite gefunden habe. Ich war schon am Überlegen, einen Psychologen aufzusuchen, aber ich scheue mich davor. Nicht wegen dem Psychologen, sondern jemanden gegenüber zu sitzen und die Geschichte zu erzählen. Ich finde mein Verhalten zur Zeit ganz erbärmlich. Nun erst mal zu mir. Ich bin 31, seit 9 Jahren sehr sehr glücklich verheiratet. Ich liebe meinen Mann über alles und er mich. Es stimmt einfach alles bei uns. Ich könnte ihn stundenlang anschauen und er mich. Er zeigt mir jeden Tag seine Liebe, erfüllt zu gern meine Wünsche und er ist sehr aufmerksam mir gegenüber. Und ich denke, all das, was wir beide empfinden, beruht auf komplette Gegenseitigkeit. Außerdem haben wir 2 wunderbare Kinder. Alles also bestens. Warum bin ich nun am Boden? Die ist eine Geschichte, die schon 11 Jahre her ist. Ich lernte meinen Mann kennen, da war ich knappe 16 er 17. Damals schon hatten wir beide das Gefühl, dass muss für die Ewigkeit sein. Unsere Liebe kann gar nicht mehr vergehen. Wir hatten auch beide den ersten Sex miteinander. Es ging auch lange gut. Dann ging er zur Armee. Fast jedes Wochenende besuchte ich ihn. Nach einigen Monaten konnte er dann auch öfters nach Hause kommen. Irgendwann fing er an mich zu langweilen. Er hatte auf nichts mehr Lust. Ich war aber das volle Gegenteil und wollte oft so richtig was erleben. Er war immer am liebsten mit mir ganz allein. So ging ich in der Woche öfters weg und lernte einen anderen kennen. Und hiermit fängt die Geschichte so langsam an. Nämlich damit, wie ich meinen Mann (damals Freund) so richtig fertig gemacht habe und was dann kam. Das hier ist immer noch nicht der Kern der Geschichte. Ich hatte so einige Bekanntschaften gemacht und genoss es, begehrt zu sein. Schluss hatten wir aber nie gemacht. Er wollte mich nicht verlieren. Und ich ihn sicher auch nicht. Aber eine Bekanntschaft, Rico, hatte es mir etwas angetan. Gefühlsmäßig ging eine Menge in mir vor. 1990 sind wir nach Westdeutschland übergesiedelt. Ich dachte, wenn wir ganz woanders neu anfangen, haben wir vielleicht eine Chance, alles zu retten. Eine Verwandte von uns waren auch dort hingezogen. In den ersten Wochen war auch alles ganz o.k. Aber irgendwann knallte ich wieder durch. Ich fuhr andauernd in meine Heimatstadt zurück, um Rico zu treffen. Ein Wochenende fuhr ich auch zu ihm mit nach Hause. Mein Freund fuhr damals 2 Tage hintereinander zu jedem Zug aus meiner Richtung zum Bahnhof um mich abzuholen. Aber vergebens. Ich kam er Montag früh an. Das tut ihm heute noch weh. Und mir auch sehr doll, dass ich so so rücksichtslos sein konnte. Unsere Beziehung litt logischerweise immer mehr. Ich lernte, nachdem mit Rico alles vorbei war, einen anderen kennen. Er sah sehr gut aus und er wollte mich kennen lernen (am meisten wahrscheinlich im Bett). Da ich mit meinem Freund sowieso nicht mehr klar kam, kam der mir gerade recht, obwohl ich absolut nichts von ihm wollte. Anfangen konnte ich mit dem gar nichts. Aber ich war wenigstens nicht zu Hause. Nach 4 Wochen hatte ich es satt und meldete mich bei dem nicht mehr (war ihm sicher auch schnuppe). Plötzlich renkte sich bei meinem Freund und mir alles wieder ein. Ich arbeitete und fuhr auch nicht mehr in meine Heimatstadt. Wir verstanden uns super. Aber es war alles nicht mehr ganz so, wie es mal war zwischen uns. 4 Monate ging es so. Am Ende der 4 Monate war ich mir sicher, dass ich dort nicht mehr leben möchte. Ich wollte wieder nach Hause. Ohne ihn! Ich konnte damals keine so richtige Erklärung finden. Ich kündigte. Aber ihn einfach so verlassen konnte ich nicht. Ich blieb noch eine Woche, dann brachte er mich abends zum Bahnhof und ich fuhr heim. Der Abschied war schmerzhaft und sehr tränenreich. Habe ich ihn da noch geliebt? Können Sie mir das erklären? Ich denke, wenn ich ihn da noch geliebt hätte, wäre ich nicht so einfach gegangen. Ich hatte ihn lieb, aber nicht geliebt. Wie sehen sie das? Dies schilderte ich ihnen so genau, damit sie sich ein Bild von dem machen können, was mein Mann vor der eigentlichen Geschichte erlebt hat. Und nun komme ich zur eigentlichen Geschichte. Ich war nun weg und für ihn ging die Welt unter. Er liebte mich nämlich noch über alles und war jetzt völlig fertig. Ich hatte mich auch brieflich nicht mehr bei ihm gemeldet. Sein Selbstbewustsein war gleich null. Erschwerend hinzu kam, dass niemanden hatte. die paar Verwandten. Aber die waren mit sich selbst beschäftigt. Seine Schwägerin lernte eine 22jährige kennen (sie lebte in Scheidung, war Sozialhilfeempfängerin und hatte ein 8 Monate altes Baby). Da arrangierte sie ein Treffen zwischen den beiden bei sich zu Hause. Mein nun ja Ex wusste nicht, was ihn dort erwartet, als er die Einladung zum Kaffee erhielt. Er war aber nicht unerfreut, dass er mal wieder einen neuen Menschen kennenlernen konnte. Er dachte bei sich, da hat er mal wieder jemanden, den er besuchen kann. Eine Barriere war aber sofort da. Er dachte gleich bei sich, ob das gut geht? Nicht, dass sie mal denkt, er will was von der. (Mein Mann gehört zu den Menschen, wo das Auge bei der Liebe "mitisst". Nur ein guter Charakter reicht nicht. Für ihn zählt auch viel die Optik, genau wie bei mir.) Er fand sie halt total häßlich, nicht ein bisschen sein Geschmack. Aber selbst wenn, er wäre so oder so noch nicht beziehungsfähig gewesen, weil er so an mir hing. Nun ja, wie es so ist. Ab jetzt lesen sie bitte genau. Denn hierauf konzentrieren sich meine Fragen. Als der Abend vorangeschritten war, bot er sich an, sie nach Hause zu fahren. Unterwegs lud er sie noch auf ein Glas ein, weil er froh war, mal wieder rausgekommen zu sein. Vor ihrer Tür angekommen, fragte sie ihn, ob er noch einen Kaffee will. Den wollte er. Sie verquatschten die halbe Nacht. Er sagte mir, dass er zwar ein bisschen froh war, jemanden kennengelernt zu haben (als Kumpel), aber er verfiel immer wieder in Trauer wegen mir. Er erzählte wohl auch sehr viel von uns an diesem Abend. Irgendwann küsste sie ihn plötzlich. Er fand es widerlich. Ich fragte ihn, warum hast du dich nicht abgewendet. Er sagte, dass er völlig kraftlos war und gar nicht so richtig begriff, was da geschah. Jedenfalls bequatschten sie, dass sie sich Wochenende ja treffen könnten und sie bot ihm an, immer übers Wochenende zu bleiben, da er über 1 Autostunde von ihr entfernt wohnte und sie auch sehr allein war. Er dachte sich nichts bei. Nachdem er sie kennengelernt hat, kam er in unsere Heimatstadt. Seine Mutter besuchen und mir noch einige Sachen bringen. Es war schon komisch gewesen, ihn plötzlich wieder zu sehen. Beide lagen wir uns in den Armen und heulten. Ich sagte ihm ganz plötzlich, dass ich ihn zurück haben will. (Vorher kam mir so ein Gedanke nie!!!!) Aber darauf ließ er sich nicht ein. er war sehr liebevoll aber bestimmt. Später erzählte er mir, dass er Angst vor mir hatte. Angst, noch einmal eine Enttäuschung zu erleben. Das hätte er nicht durchgestanden. Kann ich heute auch gut verstehen. Ich hatte ihm ja schon eine Menge angetan. Nun kam das Wochenende, an dem er zu der Steffi fuhr. Naja, wie sollte es anders sein. Im Bett wollte sie natürlich was. Er dachte, wenn ich darauf nicht eingehe, brauche ich hier nicht mehr hinkommen. Also ließ er es über sich ergehen. Das Ganze dauerte zusammen keine 5 Minuten. Er fasste sie kaum an, manchmal nicht ein bisschen und war nie erregt. Er spürte nur Ekel. Sehr oft hat er sie abgewehrt. Wenn sie mal "durfte", klappte es meist nicht. Ich konnte das nie begreifen. Wie kann er es dann tun? Er sagte, er war verdammt einsam, er war verzweifelt, er wollte diese einzige Anlaufstelle nicht aufgeben. Er wusste, dass er in den nächsten Monaten auf Montage geht, ab dann wäre es für ihn sowieso erledigt. (Das klingt jetzt sehr kalt, aber so ist er nicht. Er ist ganz liebevoll. Aber er sagte, in der Zeit ohne mich war er ein ganz anderer). Er hat für sie nichts empfunden. Ich fragte ihn, ob es wenigstens etwas positives an ihr gab. Er sagte nein. Ich fragte ihn, warum er dann hinwollte. Er sagte, weil er jämmerlich allein war und so wenigstens mal ein paar Worte loswerden. Er konnte unsere wohnung nicht mehr ertragen. Sie war so verlassen. Seine Freude beschränkte sich darin, die Wohnung verlassen zu können. Als er vor ihrer Tür stand, war die Freude vorbei. Er sagte, sie war so ernst, wirkte so verbittert. Und wir beide hatten immer so viel Spaß. Für ihn war es absolut keine Beziehung. Er sah sie von Anfang an als losen Kumpel an. Und er sagte, so habe er sich auch verhalten. Er rdete viel von mi, nach einigen Wochen gab er zu, dass er mich noch liebt, dass er in jeder Situation an mich denkt, er machte ihr keine Komplimente, sagte nichts Nettes, saß wie in einer Kapsel. Er taute nur etwas auf, wenn sie sich mal unterhalten. Ansonsten lebte er in seiner kleinen Welt. Es kam von ihm auch nie zu irgendwelchen Annäherungen. Er nahm sie nie in den Arm, küsste sie nie, war eben wie ein Bekannter, mehr nicht. Auch im Bett kam er nie an. Im Gegenteil, meist hat er sie abgewehrt. Wie gesagt, es kostete ihn Überwindung, er ekelte sich vor ihrer körperlichen Nähe. Es kotzte ihn auch immer mehr an dort hin zu fahren. Auf meine Frage, warum er trotzdem noch hinfuhr, erwiderte er immer das Gleiche! Einsamkeit! Er hatte nur extrem ältere Arbeitskollegen. Einen Kumpel hatte er nicht. Mit den Verwandten war er völlig verstritten. Es gab also nur sie. Er sagte, er hätte keine Alternative gehabt. Und alleine irgendwohin wollte er nicht. Nach 3 Monaten erhielt er die Nachricht, dass ich schwanger bin. Ja, als ich noch mit ihm zusammen war, hat es geschnackelt. Dessen wurde ich mir aber erst sehr spät bewusst. Ich wollte die Schwangerschaft wohl nicht so richtig wahrhaben. Er war natürlich nicht sehr erfreut. Ich habe Schluss gemacht und nun ein Kind. Sie war wohl auch sehr aufgeregt. Aber er versicherte mir, er hat mich nicht schlecht gemacht. Im Gegenteil, wenn von ihr was kam, hat er ihr sofort die Meinung gesagt. Ein paar Wochen später stand er vor mir. Er wollte sich vergewissern, ob er wirklich der Vater war. Lange war er nicht da und als er von mir fuhr, hat er begriffen, dass er ohne mich nicht mehr kann. Er meinte, er gehört doch dazu. Das verklickerte er der Steffi sofort. Gleichzeitig, dass er nicht mehr zu ihr fahren wird. Er sagte ihr, dass es ohne mich nicht geht, dass er nie Gefühle für sie entwickelt hat und das er nie was von ihr wollte. Da sagte sie, das hat sie sich schon von Anfang an gedacht. Tja, nach der Entbindung stand er vor meiner Tür. Für das kleine Baby habe ich mich sehr gefreut. Ob ich mich freuen sollte, wusste ich noch nicht. Aber er kämpfte ganz doll und hat es sehr schnell geschafft, bei mir Erfolg zu haben. Habe ich doch Gefühle für ihn gehabt? Ich war mir aber in der Trennungszeit dessen nicht bewusst. Das war jetzt die "kleine" Geschichte. Jetzt mein Problem. Wir waren vor einigen Wochen in dieser Gegend, wo wir mal wohnten. Da muss alles wieder in mir aufgekocht sein. Dort hatte ich noch nichts bemerkt. Aber einige Tage später zu Hause. Für mich war es so, als wäre es erst gestern gewesen. Ich fiel in ein tiefes Loch. Es tat so, wenn ich daran dachte, was ich alles angestellt habe. Wie ich ihm wehtat. Kurz bevor wir dorthin fuhren, waren wir gerade in einem ganz besonderen Hoch. Ich hatte Schmetterlinge im Bauch, fühlte meine Liebe zu ihm jeden Tag stärker. Und dann sowas. Das war sehr krass. Ich fühle mich so als hätte er mich betrogen. Das ist natürlich Quatsch, aber ich meine die Stärke meiner Gefühle. Die ganze WAHRE Geschichte habe ich erst in den letzten Wochen erfahren. Damals hat er sich so nicht ganz geäußert. Er sagte, er traute es sich nicht. Das mit dem Ekel und das er es nur tat, um weiter hinfahren zu können, ist mir neu. Ich war erschüttert. Im ersten Moment tat er mir leid. Ich dachte, was habe ich ihm nur angetan! Dann kam Wut. Ich warf ihm vor, er hätte sich prostituiert! Ich hätte nie gedacht, dass er einer ist, der mit irgendeiner ins Bett springt. Ich dachte schon, dass er dabei bedachter ist. Ich war immer sehr stolz, dass ich diejenige bin. Er sagte, dass soll ich mir nicht so zu Herzen nehmen. Er hat im Leben nur mit einer Frau geschlafen, nämlich mit mir. Das mit der zählt er überhaupt, weil er es so sieht, dass er nicht mit der geschlafen hat. Er hat es nur über sich ergehen lassen und es passierte dabei sowieso nichts. Er sagte, so etwas würde er nie wieder tun. Aber er war gerade mal 20 und das solle ich nicht vergessen. Ein unreifer Junge. Und seine Situation erwähnt er immer wieder. Auf jeden Fall würde ihm das heute als erwachsener Mann nie wieder passieren. Er war auch etwas sauer. Er sagte, er hat diese unschöne Geschichte schon längst vergessen und ich zwinge ihn dazu, sich wieder zu erinnern. Und er denkt da nicht gerne dran. Er könnte dann.....! Es ekelt ihn so sehr. Ich habe mich nun ganz schön fertig gemacht. Ich möchte meinen, ich hatte eine dicke Depression, die langsam wieder am Abklingen ist. Ich habe quälende Höllenwochen hinter mir. Mein Mann sagte, Schatz, du brauchst dir keine Gedanken machen. Die bedeutete mir nichts, sie war mir scheißegal und du siehst ja, ich konnte mit der auch nicht. Warum machst du dir Gerdanken. Dann sage ich, sie hatte dich. Das vernrint er. Sie hatte ihn nicht ein bisschen. Und das wusste sie auch. Es gab nichts, was mich beunruhigen kann. Und er versteht heute selber nicht, warum er so oft hingefahren ist. Warum er nicht versucht hat, sein Problem der Einsamkeit anders zu lösen. Das passt auch heute alles gar nicht mehr zu ihm. Er ist ein sehr selbstbewuster Mann. Er weiß, was er will. Ich kann aber immer noch nicht ganz nachvollziehen, wie man das tun kann und so etwas über sich ergehen. Einerseits sagt er, er tat alles dafür, damit sie sich gar nichts einbildet. Er hat sie immer spüren lassen, dass er von ihr nichts will und mich noch sehr liebt. Andererseits lässt er die ran, weil er Angst, dass sie sagt, er darf nicht mehr zu ihr fahren. Ist das nicht widersprüchlich? Ich fragte ihn, wie ihm war, wenn es meist sowieso nicht ging. Er sagte, dass war ihm egal. Einmal fing er dabei sogar an zu lachen. Er erklärte ihr, dass er gerade an eine lustige Szene mit uns denken musste. Ich sagte, da musst du doch erst recht damit rechnen, dass sie sich von dir abwendet. Er sagte, in diesen Momenten war ihm das egal. Sie sollte spüren, dass er es nicht will. Mehr wollte und konnte er ihr nicht geben. Es war auch immer schwerer für ihn zu ertragen (es war wohl bloß 6-7 Mal und meist gings schief, der Ekel war stärker) Ich schrieb darüber in einem Forum. In abgewandelter Form. Da hieß es, er sei ein Arschloch. Das sehe ich nicht so. Wusste die Frau nicht von Anfang an, worauf sie sich einließ? Gut nach ca. 3 Wochen schenkte sie ihm ein Foto von sich, in einem Rahmen, fürs AUTO!!!! Da er sie nicht kränken wollte, hat er es tatsächlich rangemacht! Nach 2-3 Wochen machte er es wieder ab. Ihm war das zu doof! Warum hat er aber nicht gleich gesagt, dass er es nicht im Auto ranmachen möchte? Konnte sie nun nicht glauben, dass er was von mir will. Ich sagte, du musst dich doch dementsprechend verhalten haben, wenn sie dir sowas schenkt. Sie muss doch sicher gewesen sein, dass du sie willst! Sonst traue ich mich doch nicht ein Bild extra fürs Auto zu verschenken. Er sagte, dass kann gar nicht sein. Er hat ihr keinen Anlass zur Einbildung gegeben. Ich habe mich geärgert, dass er es tatsächlich ranmachte. War für ihn ne Qual, weil er sie ja so hässlich fand. Ich weiß, dass war jetzt nicht nett! Was meinen Sie? Konnte sich diese Frau was einbilden? Ich bin mir unschlüssig. JA Er fuhr jedes Wochenende zu ihr. Auch in der Woche. Darauf würde ich mir schon was einbilden. Ich würde denken, der Mann ist gern mit mir zusammen. NEIN Sie wusste ja, dass er niemanden hatte. Er war genauso einsam wie sie. Außerdem entsprach sein Verhalten nicht dem, wie das, wenn ein Mann was von einer Frau will. Und zusätzlich redete er unermüdlich von seiner Ex. Von der wunderbaren Zeit, die sie hatten. Dass er es gar nicht versteht, warum er sie verlassen hat. Es kam von ihm keinerlei Initiative, keine Zärtlichkeit, absolut nichts. JA Er ging mit ihr ins Bett. NEIN Er machte nie den Anfang. Sehr oft wehrte er sie ab. Meist klappte es nicht. Er zeigte dabei sehr deutlich, dass er kein Interesse hat. Ich denke, wenn ein Mann mit mir schlafen möchte, dann fängt er auch an. Und er gibt sich mir hin. das tat er ja in keinster Weise. So wie er es beschrieb, muss sie es doch wirklich eindeutig gemerkt haben, dass er das nicht will. Ich würde sowas jedenfalls nicht mitmachen. Ich käme mir lächerlich vor. Warum versucht eine Frau das wieder? Ich habe auch nicht verstanden, warum er sie zuletzt, als er kurz bei mir, sie noch mit in unseren Heimatort geschleppt hat, obwohl er sich gar nicht mehr mit ihr traf und definitiv wusste, dass er zu der nicht mehr hin will, bzw., dass es ihm egal war. Er sagte, dass war schon ne Weile ausgemacht, dass sie mitkommt. Er weiß auch nicht mehr, warum er sie eigentlich noch anschleppte. Kann ein Mensch so willenlos sein? Er sagte, außer mir, war ihm schon alles egal. Er fand alles einfach nur noch beschis....! Kann ich ihm bedingungslos glauben? Manchmal zweifle ich, denke dann, er will mich nur beruhigen. Er sagt, es tut ihm weh, wenn ich seinen Worten keinen Glauben schenke. Er hat da eine ganz schlimme Zeit. Und reinkatapultiert hätte ich ihn. Das sehe ich ja ein. Mein Problem ist, dass eine Frau, vor der sich mein "Ex" ekelte, ihn hatte. Obwohl er ja immer und immer wieder sagte, sie hatte ihn nicht. Irgendwie stimmt es ja auch. Er bereut es auch so sehr, damals nicht Klartext geredet zu haben. Das kann er gar nicht mehr begreifen. Was meinen Sie? Ob sie ihn geliebt hat? Er sagte, im Grunde kam von ihr genauso wenig rüber wie von ihm. Außer die Anmache im Bett. Wo ich mich halt frage, wie doof muss eine Frau sein, bis sie merkt, dass es der Mann nicht will. Das ist doch so, oder? Ansonsten ließ sie sich nichts anmerken. Er sagte, vielleicht hat sie sich nicht getraut. Aber warum sollte ich mich nicht trauen, mit einem Mann über meine Gefühle zu reden, der ständig bei mir zu Besuch ist? Wenn ich mich wirklich verliebt hätte, müsste ich mit dem Menschen sprechen. Mein Mann sagte, als das damals mit der Schwangerschaft rauskam, zeigte sie eine sehr materielle Einstellung. Sie hielt ihm ständig vor Augen, was er dann abdrücken muss. Er verstand gar nicht, weshalb sie sich darüber so aufregte. Sie hatte von ihm nichts gehabt. Er schenkte ihr nie etwas, nicht mal einen lumpigen Blumenstrauß. Nun sind Sie am Ende angekommen, lieber Schmidt. Es tut mir leid, dass es so lang wurde, aber ich wollte ausführlich berichten. Es quält mich sehr. Warum fange ich plötzlich damit an? Ich habe das gar nicht nötig! Im Grunde hat sie sich vor meinem Mann nur lächerlich gemacht! Heute, wenn sie die Geschichte nicht auch längst vergessen hat, würde sie sicherlich auch sagen, mein Gott, wie konnte ich damals bloß so blöd sein. Das würde mir nicht wieder passieren. Es ist komisch. Eigentlich müsste es mir reichen, dass sei nichts von meinem Mann bekam, egal in welcher Hinsicht, er verklickerte ihr, dass er mich noch liebt und zu guter letzt sagte er ja auch zu ihr, dass er nie was von ihr wollte! Eigentlich kann es doch besser für mich nicht sein!!! Aber mir reicht das nicht! Allein der Gedanke, dass sie vielleicht am Anfang regelrechte Sehnsucht nach ihm hatte, dachte, den kralle ich, u.s.w., macht mich fertig! Warum? Weil er nichts von der wollte! Wenn bei ihm etwas Empfindungen vorhanden gewesen wären und er Interesse an ihr gehabt HÄTTE, dann würde ich es nicht schlimm finden, wenn sie auch so ihre Gedanken gehabt hätte. Aber da er sie nur als ganz losen Kumpel ansah und sich ekelte, bringt mich der Gedanke um, dass sie jemals dachte, der will was. Aber ich bleibe dabei. Allein wenn ein Mann in ein Tour von seiner Ex spricht, sagt mir alles. Da würde ich mir keine Chancen ausrechnen. Finden Sie auch, dass er sich sehr mieß verhalten hat. Gut, er gab zu, dass er sie schon ausgenutzt hat, als Langeweilefüller. Aber muss man nicht auch beachten, was er in den letzten Monaten durchgemacht hat? Er sagte zu mir, er könne genauso gut behaupten, sie hätte ihn ausgenutzt. Ihn in seiner fatalen Situation. Stimmt auch, oder? Ich hoffe, dass meine Gefühlswelt bald wieder in Ordnung ist. Ich liebe ihn so sehr. Und nun tue ich meinem Schatz wegen solch einem alten Mist so verdammt weh und bin manchmal ungerecht und mache ihm vorwürfe, dass er sich hat so gehen lassen. Es ist ja schon bedeutend besser geworden. Aber es ist eben noch nicht ganz weg. Und ständig bombadiere ich ihn mit neuen Fragen. Wenn er sich schon mit so einer abgegeben hat, die ihm so was von egal war, dann möchte ich auch wissen, was sie mit ihm erleben durfte. Können Sie mir helfen? Es sind so viele Fragen. Was ging damals in ihm vor? Und warum hat sie da mitgespielt, obwohl ihr klar war, dass sie verliert? War es ihr vielleicht auch egal? Dachte sie vielleicht auch so wie er? Aber wenn es ihr auch egal war, warum war sie sauer weil er auf der Straße ihre Hand nicht nahm und immer einige Meter von ihr weg lief, damit ja keiner auf die Idee kommt, sie gehören zusammen? Abscheulich sah sie nicht aus. Ganz normal. Aber ihm war sie peinlich. Sollte ich mich doch mal an einen Psychologen wenden? Viele, viele Fragen. Ich hoffe, sie könnten mir helfen. Ich möchte wieder ganz unbeschwert mit meinem Mann leben, ich möchte ihn genießen und nicht ständig Angst vor der Antwort auf einer meiner Fragen haben. Ich möchte ihm nicht mehr weh tun. er ist so wichtig für mich. Und er hat es nicht verdient. Er hat mir damals alles verziehen und ich hatte ihn trotzdem verlassen! Und er kam wieder zu mir! Ich möchte, dass er wieder ganz doll glücklich ist, denn das hat er sich nach diesen Wochen wirklich verdient. Ich hätte nie gedacht, dass diese Sache, die schon 11 Jahre zurückliegt, die keinerlei Bedeutung hatte und mich nicht mehr berührte, plötzlich in mir erwcht! Was ist das? Ich kann Ihre Antwort kaum abwarten. Vielen dank im Voraus Ihre L |
Hallo,
vielen Dank für Ihren Brief! Ich verstehe Sie zusammengefasst
so, dass Ihnen die Liebesaffaire Ihres Mannes noch sehr zu
schaffen macht. Liege ich da richtig? Ihr Brief ist schwer zu
lesen und zu verstehen, deshalb bin ich mir da nicht ganz sicher.
Wenn ich Sie also richtig verstanden habe, dann sollten Sie die
ganze Geschichte einfach abhaken, vergessen, begraben. Können
Sie das? Ich hoffe es. Sie verlieren sich vielleicht sehr leicht
in Einzelheiten, und dann grübeln Sie zu viel, oder? Damit
vergeuden Sie aber vielleicht viel Zeit.
Aus meiner Sicht: Schwamm drüber, Schluss und vergessen. Die
Zukunft zählt, nicht der lächerliche und bedeutungslose
seelische Kleinkram von gestern!