| Sehr geehrte
Damen und Herren, unsere Tochter(2Jahre) schlief bis vor ca. 3 Wochen immer ohne Probleme allein in ihrem Zimmer ein und durch.Dann eines nachts schrie sie in ihrem Bett panisch auf,und sagte immer wieder etwas von einer Hexe und einem Mann und ließ sich 5 Stunden ! nicht beruhigen.Seit dieser Nacht ist es mit unserem Frieden vorbei. Sie schläft nur noch ein wenn man bei ihr bleibt,wacht nachts schreiend auf,selbst aus dem Mittagsschlaf.Sie schläft allgemein weniger als vorher.Wir haben keinen Rat mehr,sie war auch nicht bei anderen Leuten wo sie irgendetwas erlebt haben könnte.Jetzt wollen wir sie mal eine zeitlang bei uns im Zimmer schlafen lassen,jedoch befürchten wir,daß sie dann gar nicht mehr in ihr Bett zurück will. Danke für Ihren Rat. Mit freundlichen Grüßen C. |
Hallo,
keine Sorge, lassen Sie Ihre Tochter immer zu Ihnen ins Bett
kommen, wenn sie möchte. Wichtig ist nur, dass sie in ihrem
eigenen Bett einschläft (Sie müssen derzeit halt solange an
ihrem Bettchen wachen). Wenn sie später dann aufwacht und Angst
hat, darf sie jederzeit zu Ihnen ins Bett kommen. Dort sollten
Sie sie erste Zeit auch durchschlafen lassen (ich hoffe, Ihr Bett
ist breit genug, sonst können Sie vielleicht auch ein
Kinderbettchen in Ihr Schlafzimmer stellen). Nach einigen Tagen
sagen Sie Ihrer Tochter abends, dass sie jetzt sicher keine Angst
mehr hat und Sie sie deshalb immer, wenn sie im Elternbett
eingeschlafen ist, wieder in ihr eigenes Bett zurückbringen
werden. Sie darf aber natürlich wieder kommen, wenn sie doch
wieder Angst hat. Wenn sie im eigenen Bettchen in Ihrem Zimmer
schlafen könnte, wäre es alles noch praktischer. Dann versuchen
Sie nach einigen Tagen in Absprache mit Ihrer Tochter, ihr Bett
wieder ins Kinderzimmer zu schieben, sobald sie darin
eingeschlafen ist. Sagen Sie spasseshalber, dass das dann wie ein
Schlafwagen in einem Zug sei, oder so.
Solche Kinderängste sind ganz normal. Wichtig sind nur
beschützende und gelassene Eltern, dann geht alles schnell
vorüber.
Gute Nacht wünscht Ihrer kleinen Tochter und Ihnen Ihr
Dipl.-Psych. H.-R. Schmidt