hallo, mein problem ist folgendes.mein sohn kevin ist 13 jahre
alt,hat noch vier geschwister im alter von(10,5,3)jahren.seit seinem
3. lebensjahr ist er ein schwieriges kind,schon im kindergarten
hatte er ein messer mit und bedrohte andere kinder.war schon
immer bockig,vor ungefähr zwei jahren waren wir bei einem
schulpsychologen der dann feststellte das kevin
wahrnehmungsstörungen hat und leicht hyperaktiv ist.er schlägt
und bedroht seine geschwister,gibt in einer tour pampige
antworten.letzte woche nahm er ein meßer und ritzte sich in den
arm.ich war völlig geschockt und ich weiß auch nicht mehr was ich
machen soll.es gibt aber auch eine andere seite an
ihm,da ist er lieb und total fürsorglich.eigentlich ist er nur so bockig
wenn es nicht nach seiner nase geht,trotzdem kann das so nicht
mehr weiter gehn.was kann ich noch machen?
für irgendeinen nützlichen tip wäre ich ihnen sehr dankbar,mit
freundlichen grüßen a.

Liebe Frau A.,

vielen Dank für Ihre Schilderung! Der Schulpsychologe hat offenbar Ihren Sohn nur untersucht, aber Ihnen und Kevin keine weiterführende Behandlung angeboten? Wenn er nur das herausgefunden hat, was Sie beschreiben, dann hat er wohl obendrein nur einen Teil der Hintergründe erkannt: Nur mit Wahrnehmungsstörungen und einer leichten Hyperaktivität (was immer das sein mag!) ist das Verhalten Kevins aus meiner Sicht nicht zu erklären. Sehr wahrscheinlich kommen massivere erzieherische Probleme hinzu, ohne deren Erkennen und Beheben Sie nicht weiterkommen werden. Mein Rat. Suchen Sie eine Erziehungs- und Familienberatungsstelle auf (zu erfragen z.B. beim Jugendamt oder Ihrem Schulpsychologen). Dort untersucht man zusammen mit Ihnen und Ihrer Familie die Erziehungsfehler oder die Familienprobleme im Hintergrund, die es Kevin in seiner Familie und Geschwisterreihe schwer machen. Dort kann man auch eine Kinder- und/oder Familientherapie durchführen (kostenfrei). Nur so etwas bringt Sie und Kevin weiter. Sie sollten aber bis dahin schon einmal alleine anfangen, darüber nachzudenken, was es Kevin in der Erziehung und in der Familie seit Jahren so schwer macht, dass er mit so starken Verhaltensproblemen reagieren muss.

Viel Erfolg dabei wünscht

Dipl.-Psych. Hans-Reinhard Schmidt

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