Diese Anfrage kommt aus Oesterreich:
Hallo!
Ich habe einige Fragen, und dachte mir Sie könnten mir
vielleicht
die
Antworten darauf geben.
Ich versuche einmal die Situation kurz zu erklären:
Ich bin 24 Jahre alt, habe einen 3jährigen Sohn. Ich lebe
getrennt
vom Vater
meines Kindes(was eigentlich die ganze Zeit so war), und habe vor
einem
Monat geheiratet(NICHT den Vater). Wir(ich und mein Sohn) haben
jetzt alle
den Namen meines Mannes angenommen, mein Mann hat meinen
Sohn aber nicht
adoptiert.
Da das Verhältnis zum leiblichen Vater nicht besonders gut
ist(aus
mehreren
Gründen) wollte ich mich einmal erkundigen wie es aussieht mit
dem
Besuchsrecht. Muß das sein? Hat das Einfluß auf die
Alimentationszahlungen?
Was kann er für Schritte unternehmen? Welche Chancen hat er?
Was ist das
beste für mein Kind?
Liebe Frau aus dem schönen Österreich!
Vielen Dank für Ihre Anfrage. Ihre Fragen sind aber
größtenteils juristische
bzw. familienrechtliche. Dafür bin ich nicht der richtige
Ansprechpartner.
Nur Ihre letzte Frage ("Was ist das Beste für mein
Kind?") verstehe ich auch
psychologisch und möchte Ihnen dazu in aller Kürze etwas sagen:
Das Beste für Ihr Kind wäre es, wenn es von Anfang an eine
liebevolle und
konfliktfreie Beziehung auch zu seinem leiblichen Vater
entwickeln könnte.
Das ist für seine seelische Entwicklung von sehr wichtiger
Bedeutung, und
zwar lebenslang. Derzeit hat Ihr Kind juristisch ja gar keinen
Vater. Der
leibliche Vater hat sogar noch seinen Familiennamen hergegeben
(hergeben
müssen? In Deutschland wäre so etwas normalerweise nur mit
seiner
ausdrücklichen Zustimmung möglich). Warum adoptiert Ihr Mann
das Kind nicht?
Wahrscheinlich ist der Kindesvater dagegen. In diesem Streit
dürfen Sie Ihr
Kind aber nicht aufwachsen lassen. Dieser Streit mit dem
Kindesvater muss
vernünftig und einvernehmlich geregelt werden.
Das wäre das Beste für Ihr Kind.
Das wünscht Ihnen und Ihrem Kind, Ihr
Dipl.-Psych. Hans-Reinhard Schmidt
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