Hallo Herr Schmidt,

unser Sohn ist 17 Monate alt und wir haben seit 15 Monaten
Probleme mit dem Schalfen. Erst gab es große Schwierigkeigten
beim Einschlafen und als vor ca. 2 Monaten diese Probleme
behoben waren kam ein neues.
Jede Nacht wird er 2-3 Mal wach und will seine Milch haben.
Da sein Zimmer direkt neben dem Treppenhaus liegt wird er
allerdings auch fast jedesmal wach, wenn dort jemad her geht.
Er hat auch schon fast alle Zähne durch und auch das kann doch
nicht jede Nacht das Problem sein.
Heute hatten wir die ... so richtig voll und haben Ihn ca. 40 Minten
schreien lassen,sind nur reingegangen und haben Ihn nicht
hochgenommen.
Aber das kann doch nicht jede NAcht die Lösung sein.
Haben auch schon die "Schreitherapie" versucht: 2 Minuten
schreine lassen,nächstes Mal 4 Minuten usw., hat auch nichts
genützt.
Das einzige Mal wo er richtig schlief war 1 Woche lang  im
Sommerurlaub an der See.Selbst der verordente Baldriansirup hilft
nicht mehr richtig und 2-3 Mal in der Woche ein (homeopatisches)
Zäpfchen kann doch auch nicht die
Lösung sein.
Wissen Sie noch eine Alternative?

Mit freundlichen Grüsen S.

Liebe Familie S.,
vielen Dank für Ihre Anfrage! Ich glaube, das Problem hat nicht ihr
Söhnchen, sondern Sie. Ich glaube, Sie sind zu ungeduldig. Sie zeigen
zu wenig liebevolle Ausdauer. Gerade das Durchschlafen-Lernen der
Kinder verlangt von Eltern oft viel Geduld, Liebe und schlafgestörte
Nächte. Das ist ganz normal. Vor allem, wenn Ihren Sohn nachts auch
noch Geräusche im Treppenhaus ängstigen.  Das Kind absichtlich
schreien lassen oder gar eine sogenannte "Schreitherapie" (so etwas
gibt es gar nicht) ist ganz gemein.  Baldrian oder irgendwelche
Zäpfchen können Sie ebenfalls vergessen. Ihr Sohn ist doch
nicht krank! Liebe und Ausdauer sind die einzige "Medizin" bei Kindern
mit Schlafängsten. Opfern Sie also bitte guten Mutes weiterhin einen
Teil Ihrer Nachtruhe, um Ihren kleinen Sohn aufzunehmen, liebevoll zu
beruhigen und bei ihm zu bleiben, bis er wieder eingeschlafen ist. Sie
können ihn ruhig auch hin und wieder zu sich ins Bett holen und wieder
zurückbringen, wenn er wieder schläft. Je öfter Sie so liebevoll zu
ihm sind, umso seltener wird er aufwachen. Er wird immer öfter
beruhigt durchschlafen, je sicherer er sich sein kann, dass seine
Eltern immer für ihn da sind, wenn er sich nicht wohl fühlt.
Viel Geduld und Ausdauer wünscht Ihrem Sohn und Ihnen Ihr
Dipl.-Psych. Hans-Reinhard Schmidt

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