Hallo!

Im juni 2002 habe ich mich von meinem Ehemann getrennt. Ein halbes Jahr zuvor war ich in einer psychosomatischen Reha. Nachdem er diese Trennung schriftlich von meiner Anwältin bekam rannte er sofort zum JA und machte mich schlecht: Erziehungsunfähigkeit. Ich blieb im gemeinsamen haus wohnen, weil ich sagte: Ohne meine Kinder gehe ich nicht. Er begann Psychoterror gegen mich auszuüben, wich den Kindern nicht von der Seite. Dann erwirkte er eine anstweilige Anordnung bei Gericht um das alleinige Aufenthaltsbestimmungsrecht der Kinder. Nun konnte ich nicht ausziehen weil ich die verhandlung abwarten musste. Das Ergebnis war: mein kleiner Sohn (damals 8) blieb auf eigenen Wunsch im eleterklichen Haus und mein grosser (damals 10) zog mit mir 2 km entfernt in eine neue Wohnung.

Dann ging das Theater los. Der Vater verbot unserem Sohn seinen Bruder und seine Mutter ausserhalb der 14tägigen Besuchsregelung zu sehen. Ein Termin zu einem gespräch zu dritt beim JA brachte nichts. Er beharrte darauf, dass es für den kleinen nicht gut sei seine Mutter zu sehen. Das JA hat auch nichts unternommen um ihn von seinen kranken gedanken abzubringen.  Das JA war in den letzten 2 jahren kein einziges Mal bei mir um nach meinem grossen Sohn zu schauen, da ich ja angeblich erziehungsunfähig sei. Im Feb. 2003 begann ein Familiengutachten, denn nach mehrmaliger Klage beim Familiengericht, dass ich die Mutter, ein psychologisches Gutachten benötige, entschied die Anwältin dass die ganze Familie begutachtet werden soll. Dieses zog sich ein gutes halbes Jahr hin. Im Okt. 2003 war dieses Gutachten fertiggestellt. Normalerweise wird dann nach 4-6 Wochen einen Verhandlung anberaumt, aber nichts tat sich. Meine Anwältin schrieb mehr mehrmals das Gericht an, auch das Jugendamt schrieb dem Gericht im März 2004. Dann im Juni kam eine Ladung zur Verhandlung im August. Der Termin wurde 3 mal verschoben. jetzt endlich findet er am 23.09 statt. Und das allerschönste dabei ist: Es wurde auf den Versorgungsausgleich gewartet um dieses Gutachten und die Scheidung in einer Verhandlung abzuwickeln.

In diese 2 Jahren bin ich oft beim JA  gewesen oder habe dort angerufen, weil dieser, der Vater meiner Kinder sie geschlagen hatte, aber niemand unternahm etwas. Es gäbe ja ein schwebendes Verfahren usw. Dazu kommt dass mein grosser Sohn (jetzt 12) am Anfang der Sommerferien zu seinem Vater gwechselt ist. Er hat ihn unter Druck gesetzt, gelockt und gekauft und ihn gegen mich aufgehetzt. Mein kleiner Sohn vermisst mich nach wie vor, aber er hat mittlerweile schon Angst zu fragen ob er zu mir darf. Ich kann einfach nichts tun, niemand hilft mir und es sind mir in allem die Hände gebunden wegen diesem schwebenden Verfahren. Es sieht jetzt wohl so aus, dass ich keine Chance habe meine Kinder zu bekommen. Denn sie sind geladen, werden befragt und die Antwort weiss ich. Der Vater konnte und kann ihnen alles bieten. Ihr Elternhaus, die neuesten kinofilme, Handyguthaben usw. Ich musste von vrn beginnen und stecke immer noch finanziell in einem tiefen Loch, trotz Unterhalt und Berufstätigkeit. Ich weine jeden Tag und weiss nicht was werden soll. ich habe seit der Geburt für meine Kinder gesorgt. Ich kann mir ein leben alleine ohne sie nicht vorstellen. Und der Vater der Kinder wird alles erdenkliche tun mir die Kinder vorzuenthalten. Ich habe meine kinder nie zu etwas gezwungen und reisse nicht an ihrem Arm während er nur an dem anderen zerrt, sie seelisch missbraucht indem er sie von ihrer leiblichen Mutter versucht fern zu halten. Vielen Dank dass Sie sich die Zeit genommen ahebn diese zeilen zu lesen

Petra

Liebe Petra,
das ist alles für Sie sehr sehr traurig. Es ist nun nicht leicht für Sie, aus diesem emotionalen Loch wieder heraus zu finden und eine hoffnungsvolle Zukunft für sich und Ihre Kinder zu finden.

Aber diese hoffnungsvolle Zukunft gibt es! Davon müssen Sie überzeugt sein, denn aus jeder Lebenskrise kommt man auch wieder heraus. Egal, was passieren mag: Sie sind und bleiben die Mutter Ihrer Kinder. Das meine ich vor allem aus der Sicht Ihrer Kinder, die Ihre Mutter natürlich immer in Ihnen finden werden, egal, wie das Leben spielen mag.

Das steht schon mal fest.

Derzeit erleben Sie eine schwierige Familienkrise, in der Sie sich professionelle Unterstützung suchen sollten, damit Sie gestärkt aus der Krise hervorgehen, was natürlich auch der Beziehung zu Ihren Kindern dienen würde. Ich rate Ihnen, sich in einer Lebensberatungsstelle oder einer Erziehungsberatungsstelle professionelle psychologische Unterstützung zu holen. Dort könnten Sie vertraulich Ihre Problematik ausführlich durchsprechen und nach Lösungen suchen. Meine Beratung hier kann dafür nur ein Anfang sein.

Alles Gute für Sie und Ihre Familie, wünscht
Dipl.-Psych. Hans-Reinhard Schmidt