Guten Tag, und viele Grüße von Familie G.    eigentlich wissen wir gar nicht wo wir Anfangen sollen, weil das Leben mit unseren Sohn Billy schon eine kleine Geschichte ist. Am besten wir Fangen von ganz vorne an. Billy war Ca 1 1/2 Jahre alt, als ich meinen jetzigen Mann kennen lernte. Mit Ca 2 Jahren kam uns das Gefühl auf das mit Billy irgent etwas  nicht Stimmte. Er hat gerade Laufen gelernt, sprach nur einige Worte, und konnte nicht Spielen. Beim nächsten Arzt Termin brachten wir unsere Sorgen zur Sprache, und wurden vertröstet, wir sollten doch erst einmal den Kindergarten abwarten. Naja leider taten wir das auch, und wurden böse Überrascht. Billy wurde sofort Ausgeschlossen. Da er sich nicht Verständigen konnte, nahm er Kontakt durch Berührung auf. Doch nicht lange und es reagierte keiner mehr drauf. Und aus Berührungen wurden Schläge. Aber für ihn bedeutete das nicht das er jemanden nicht mochte, den er Lächelte immer dabei. Immer und immer wieder Fragten wir im Kindergarten nach ob wir ihn nicht Lieber raus nehmen sollten. Denn es Tat sehr weh in Tag für Tag in den Kindergarten zu bringen und zu sehen das er von den Kindern beschimpft und gemieden wurde. Er gehörte dort einfach nicht hin. Durch eine Bekannte erfuhren wir vom Heilpädagogischen Kindergarten und stellten Billy dort vor. Für uns ging vor Begeisterung über diese Einrichtung die Sonne auf. Es dauerte nicht lange und wir bekamen ein Platz. Billy ging von nun ab sehr gerne in den Kindergarten, und es geschahen ein Wunder nach dem anderen. Billy lernte in kürzester Zeit zu Sprechen und zu Spielen, es war als würde er jetzt anfangen wie ein Gesundes Glückliches Kind zu Leben, bis auf seine Aggressivität anderen Kindern gegenüber. Er alleine mit Erwachsenen ist er Freundlich, Hilfsbereit und Lieb. Aber so wie ein anderes Kind mit dabei ist schaltet er um, wie wir so schön sagen. Er zerstört das Spielen anderer, provoziert, ärgert, kneift, schubst und beschimpft sie. Und genau da wissen wir nicht mehr weiter. Billy ist heute 7 Jahre alt geht auf die Lebenshilfe Schule, und hat eine 2 Jährige Schwester die er " Eigentlich" sehr gerne hat. Wenn es ihr nicht gut geht Weint er oft mit, wenn Sie nicht da ist Fragt er nach ihr. Wenn Melissa z.B. Mittagsschlaf macht ist er so Lieb das man den Anstrengenden Vormittag schnell vergißt, aber so wie seine Schwester wieder dabei ist geht es auch schon los. In der Schule besteht das gleiche Problem, durch Absprache handhaben wir es so, das Billy in der Schule den Raum verlassen muß und zu Hause in sein Zimmer geschickt wird, aber ohne Erfolg. Es dauert nicht lange und es geht wieder los. Es gibt Tage da können wir uns selbst nicht mehr Reden hören, und sitzen Abends oft völlig Erschöpft zusammen. Und die Frage stellen wir uns jeden Tag, WARUM TUT ER DAS?

Hallo,
es scheint so, als hätten Sie Ihr Kind trotz all der jahrelangen Probleme noch nie in einer Erziehungsberatungsstelle oder in einem Sozialpädiatrischen Zentrum bei einem Pädiater oder Kinderneurologen oder Kinderpsychologen vorgestellt! Ihr Kind hat wahrscheinlich seit Jahren unerkannte psychische und/oder neurologische Entwicklungsstörungen. Ich rate, sofort eine solche Hilfsmöglichkeit anzulaufen.
Mit freundlichem Gruß,
Dipl.-Psych. H.-R. Schmidt

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