| Sehr
geehrter Herr Dr. Schmidt, Ich zweifle immer mehr daran, "normal" zu sein. Ich bin nun 24 Jahre alt, weiblich, war bis ca. 16 Jahren der volle Fixiermensch, d. h. ich wollte immer jemand anderes sein, als der, der ich wirklich bin. Ich denke, ich hatte eine sehr späte Identitätsfindung, bis ich endlich begriffen habe, dass ich ein eigenständiges Lebewesen bin. Dazu kommt noch, dass ich total beziehungsunfähig bin und mich auch noch nie so richtig verliebt habe. Irgendwie stimmt doch da etwas nicht. Das Nächste ist, dass ich ein total unruhiger, unkonzentrierter und äußerst zappeliger Mensch bin, der immense Probleme hat, sich etwas länger auf eine Sache zu konzentrieren. Manchmal habe ich das Gefühl, zu explodieren, wenn ich nicht bald eine körperliche Belastung auf mich zu kommt. Das Hilft aber auch nicht wirklich. Ich könnte von morgens bis abends schuften wie ein Pferd und bin dann immer noch nicht müde, aber z. B. vom Rücker her fertig, habe recht schwache Sehnen in den Händen, ... Eine weitere Sache ist, dass ich wahrscheinlich überhaupt kein Selbstbewusstsein besitze. Manchmal mag ich mich nicht mal im Spiegel ansehen, mich vor Menschen zeigen, ... Ich komme mir teilweise vor, als ob sich mein Leben hinter einer Maske abspielt, keiner an mich rankommt und ich aber auch nicht offen auf jemanden zugehen kann. Wie kann ich das einstellen? Wahrscheinlich bin ich ein kompletter Psycho, oder? Zum Glück besitze ich zwei Pferde, die einen sehr wichtigen Lebensinhalt für mich darstellen. Ich möchte sehr gerne an mir arbeiten und diese Dinge einstellen. Wüssten Sie hierfür einen Rat für mich? Vielen lieben Dank, |
Hallo,
der beste Weg, an sich zu arbeiten und "diese Dinge
einzustellen" wäre eine gute Psychotherapie!
Mit freundlichem
Gruß,
Dipl.-Psych. H.-R. Schmidt