| Sehr geehrte Damen und
Herren, mein Problem möchte ich Ihnen wie folgt erläutern und hoffe, das Sie mir eine "gute" Hilfe geben können. Ich machte am 13. Februar 2003 mit meinem Freund mit dem ich im August nun 9 Jahre zusammen gewesen wäre Schluss, weil ich mehr als unglücklich war. Die Beziehung hat mich eigentlich all meine Kraft gekostet. Ich hatte festgestellt, das mir all die Dinge, die ich sah all meine Kräfte nahm und als ich mich 3 Wochen vorher dann in einen anderen verschossen habe, ohne das ich diesen da gerade gesehen hatte, und ich ihm auch noch einen "anonymen aber netten" Brief geschrieben hatte, den ich am 13.02.03 auch losschickte, war es Abends eben soweit, das ich meinem Freund sagen musste, sorry, aber es ist wohl besser wenn wir uns trennen. (Ohne das ich mir Chancen oder ähnliches ausrechnete, was 1 ½ Wochen später auch wieder völlig erledigt war), (aber Heimlichkeiten kann und will ich nicht wirklich haben) Ich versuchte so neutral wie möglich mit meinen Gefühlen umzugehen, bzw. ihm auch so gut wie keine Gefühlsregungen zu zeigen, damit wir ns nicht unnötig in die Haare bekommen. Für ihn brach eine totale Welt zusammen, denn er wollte mich eigentlich am Valentinstag (bzw. Montag drauf beim Essen gehen) fragen, ob ich seine Frau werden möchte. Für ihn war es in all der Zeit scheinbar ganz anders angekommen. Ich hatte Anfang Januar 2002 einen Autounfall bei dem ich mit einem anderen Auto nicht mehr lebend rausgekommen wäre, und von da an fing ich an mein Leben mit anderen Augen zu sehen und auch auszusuchen, wenn oder was ich in meinem Leben haben möchte. Ich hatte mir vorgenommen, das ich mein Leben ab dem 27.04.02 im Griff hätte und auch Dinge die in der Vergangenheit eine Last in meinem Leben darstellten zu vergessen oder drüber zustehen. Ich wurde im Alter von 12-15 von meinem Patenonkel missbraucht und habe in all den Jahren immer ein Riesenproblem mit Berührungen an bestimmten Stellen gehabt und konnte damit auch nicht umgehen. Mein Freund natürlich umso weniger. Aber ihn belastete das natürlich auch, denn er hätte meinen Körper ja gerne erforscht, wenn ich ihn nur gelassen hätte. Aber das war meinerseits nicht möglich. Auf alle Fälle habe ich nun endlich die Kraft gefunden, zu sagen, so..... es gibt keine Stelle an meinem Körper die gebranntmarkt ist und auch nichts was mich wirklich daran erinnern müsste und keiner hat das Recht mein Leben (oder auch das von meinem (Ex)-Freund zu beeinflussen. Also, nun endlich stehe ich drüber. Auf jeden Fall, habe ich meinem Freund mit dieser Aussage und auch meiner "eigentlichen" Gefühlskälte so wehgetan und ihn so verletzt, das er kurze Zeit den Boden unter den Füssen verlor. Für mich war zu Anfang ganz klar, wir trennen uns und teilen all die Schulden und das was wir so haben. Also wirklich kooperativ. Und deshalb habe ich auch versucht ihm einen gewissen Halt zugeben. Denn das (einzige) was sich an meinen Gefühlen geändert hatte, war, die Liebe war nicht mehr da. (Allerdings habe ich erst als Schluss war und wir dieses ganzen Gespräche mit all unseren An-Einsichten und Eindrucken, Verständnis und diesem ganzen er bewusst geworden) Die hatte "er" u.a. auch durch ständiges auf der Couch liegen, Fernsehgucken, mangelnde Körperpflege irgendwie "unterdrückt". Mittlerweile habe ich durch unsere ganzen Gespräche aber so einige Erkenntnisse und auch Einsichten gehabt. Es war uns während wir zusammen waren aber nicht wirklich bewusst das man auch für eine oder in einer Beziehung immer wieder arbeiten muss. Mittlerweile habe ich z Bsp. festgestellt warum er oft vor dem Fernseher schlief wenn ich nach Hause kam. Ich sagte ich gehe da oder da hin und bin dann und dann zu Hause. Aber wer meist um die gesagte Zeit nicht zu Hause war, war ich. Pünktlich hat mich nicht wirklich interessiert. Ich wusste ja, es erwartet mich nicht wirklich etwas. Auch hatten wir kein Interesse mehr daran, das wir etwas zusammen unternehmen konnten. Die Puzzleteile haben irgendwie nicht mehr aufeinander gepasst. Seit dem Unfall allerdings hatte ich mich auch in soweit verändert, das es mich scheinbar 2x gab. 1x Zuhause, seit dem wurde ich zuhause immer ruhiger. ich meckerte weniger und regte mich auch weniger auf. Aber genau das war eigentlich ein Zeichen dafür, hier stimmt was nicht. Denn solange ich eigentlich laut bin, mecker und so, ist noch alles ok, bei mir wird's dann erst "schlecht", wenn ich anfange zu schweigen. Und eigentlich weiß das auch jeder in meinem Umfeld. Aber okay, anscheinend nicht wirklich. Und einmal eben im "normalen" Leben. Da habe ich scheinbar (so sagte mir meine Freundin gestern) schon viel eher das Gefühl vermittelt, keiner weiß wann, aber sie wird sich trennen. Allerdings war mir das selbst nicht wirklich so bewusst. Ich wusste an diesem Tag plötzlich nur: So geht es nicht mehr. Also trug ich die Konsequenzen. Mittlerweile haben wir durch unsere endlosen Gespräche so vieles Eingesehen. Wir haben gelernt zu hinterfragen, stopp, das hat mich verletzt, wie hast du das gemeint. Wir brüllen und trotzen nicht mehr einfach, sondern wir reden und reden bis wir uns verstehen und das ist eigentlich echt einfach. Wir haben in unserer Beziehung eigentlich nicht geredet. Nicht mal wirklich über Ansichten, Gefühle und ähnliches. Nun funktioniert das. Wir finden uns auch rein "x" wieder "x" und haben auch aus "den Launen" heraus schon 4x "x" was wir eigentlich beide ausgeschlossen hatten. Aber diese Male waren die wunderschönsten, die ich eigentlich bis heute erlebt hatte, weil wie gesagt auch der Missbrauch nicht mehr im Wege steht. Ich kann nun endlich genießen und abschalten und entspannen. Tja, und für mich ist dieser Weg, den wir auch noch gemeinsam in einer Wohnung gehen, irgendwie so, als würden wir jeden Tag einwenig mehr aufeinander zugehen. Wir haben uns in jedem Fall dafür entschieden, dass wir jetzt auf alle Fälle getrennte Wohnungen nehmen werden, weil wir direkt aus dem Elternhaus in eine gemeinsame Wohnung gezogen sind. Ich habe mich neu "x", weil ich da jemanden vor mir sitzen habe, in den ich mich zum zweiten Mal "X", weil er einerseits wieder so locker und lebensfroh ist wie am Anfang. Zum anderen aber jetzt endlich sein Leben in die eigenen Hände nimmt und in den Griff kriegt. Für mich ist es ganz klar, wir arbeiten daran wieder zusammen zukommen, aber für ihn steckt die Verletzung und der Schmerz zu tief, als das er definitiv sagen kann. Ja tun wir. Er sagt zwar, natürlich ist es nicht so, das er mich nicht mehr liebt. Und das er mich ja auch noch attraktiv findet, aber da ist dieser Schmerz. Die ganze Zukunft habe ich ihm ja "genommen", all das an was er geglaubt hat. Das ich die Mutter seiner Kinder werden würde, das wir uns ein Häuschen bauen, heiraten und all so was. Er hatte mich tatsächlich auch schon 2x gefragt, ob ich seine Frau werden wollte, aber wirklich ernst habe ich das nie genommen. Was mir heute eigentlich leid tut. Hätte ich die Sache erster genommen????? Was wäre passiert????? Für uns stellte sich das Problem, das wir bereits 4x Mal vor diesem Aus standen, und wir auch in "kurzen nicht sehr intensiven" Gesprächen (im Vergleich zu heute) geführt haben, wir wollten uns ändern und das und dies nicht mehr machen. Aber wir änderten nichts wirklich. Mittlerweile ändern sich die Dinge von alleine. Wir respektieren und achten einander. Und wir führen solch eine harmonische "Beziehung" wie es eigentlich umgekehrt hätte sein sollen. Auch hat er nach 2 Wochen zufällig auf der Arbeit getroffen, die ihm sehr sympathisch war/ist. Er hätte sich sogar beinah in mehr gestürzt. Wenn da zum einen nicht ich gewesen wäre und ihm auch plötzlich bewusst wurde, halt das geht viel zu schnell. Ich habe zuhause gesessen und habe Schüttelfrost bekommen als ich wusste er ist zu ihr und als ich extra zu meiner Freundin bin damit er mit ihr telefonieren konnte und dann aber als ich heimkam immer noch telefonierten bin ich fast zusammen gebrochen. Die ersten beiden Tage, war ich sehr froh, das da jemand ist, der ihn vom Schmerz ablenkt. So musste ich mir keine Sorgen machen. Aber da war auch diese Angst. Er liebt mich nicht mehr und ich verliere ihn komplett. Also sagte er ihr nach 2 Wochen, ok, wir können gute Freunde bleiben, aber mehr nicht. Denn sie wollte wohl tatsächlich mehr. Und gute Freunde sind sie wohl jetzt. Mittlerweile hatte er eine Handyrechnung von 200,-EUR und hat allerdings schon vorher festgestellt, das wird zuviel. Na ja, mittlerweile lässt er mich diese Dinge aber nicht mehr mitbekommen (weil er mich auch nicht verletzen will) und ich glaube auch über diese Eifersucht bin ich hinweg. (Falls nicht, wie kann man mit so was umgehen?) Ich habe ehrlich gesagt auch eine Weile seine SMS kontrolliert, weil ich Angst hatte, da ist mehr und Abends schläft er dann wieder mit mir in seinem Arm ein) Aber mittlerweile habe ich festgestellt, zum einen bekomme ich dabei nur "Anfälle" und leichte "Nervenzusammenbrüche" obwohl ich außer das sie sich Bärchen und die Maus nennen, nicht wirklich etwas mitbekommen habe. Und das sie sich halt manchmal treffen. Aber das weiß ich ja auch so, auch wenn er mir "gottseidank" nicht sagt wann. Es ist ganz einfach so, das ich wieder ein kribbeln spür und Aufregung und ich ihn gerne in den kommenden Wochen auch wieder bekommen möchte. Aber welchen Weg muss ich hierfür gehen. Wie gesagt, auch für ihn bin ich "die Frau", aber eben auch die, die ihn am meisten verletzt hat, was ich ja auch verstehen kann. Er sagt auch, das es sehr wahrscheinlich ist, das wir wieder zusammenkommen, aber eben wann??????? Mittlerweile gehen wir wieder gemeinsam weg, können lachen, oder auch einfach zusammen hintereinander auf der Couch liegen und unsere Nähe genießen. Wir entscheiden uns bewusst für die gemeinsame Zeit, die wir auch bewusst nutzen. Keiner möchte wirklich irgendwie nicht mehr zuhause sein. Wir sind endlich dabei auch dafür zu arbeiten, das es ein miteinander gibt. Aber wie wird es so wie es vorher noch nicht wirklich war und wie gewinne ich ihn zurück. Nur mit Geduld??? Ich habe Angst, das wir uns zum einen voneinander entfernen, wenn wir getrennte Wohnungen haben (wobei wir wirklich beide dahinter stehen getrennte Wohnungen zu haben) und zum anderen ist da natürlich auch diese Angst und Eifersucht, da könnte ganz schnell auch was anderes kommen. Auch weiß er ganz genau, was und wie mich etwas beschäftigt, berührt, belastet weil ich absolut offen bin, was er aber nicht ausnutzt sondern eher annimmt und versucht mich nicht zu "bedrücken oder verletzten". Vielleicht haben Sie ja einen Rat, ich wäre Ihnen sehr dankbar Mit den besten Wünschen S |
Hallo, welchen Rat brauchen Sie denn? Sie schildern eine immer besser werdende Beziehung, die zwar durch manche Krise geht, aber doch immer harmonischer zusammenwächst?! Ein wirkliches Problem scheinen Sie ja gar nicht zu haben Sie fragen mich zwar, wie Sie ihn zurückgewinnen können. Aber Sie haben ihn doch niemals verloren?!
Aus meiner Sicht kann ich Ihnen nur raten:
Weiter so.
Dipl.-Psych. H.-R. Schmidt