Unser Tochter geht ab Anfang September 2001 in den Kindergarten. Sie ist
jetzt 2 Jahre und 10 Monate alt.

Aus den allgemeinen Unterlagen des Kindergartens geht hervor, daß Kinder
nur aufgenommen werden, die "sauber" sind. Lt. Aussage unseres
Kinderarztes sind ca. 80 % der Kinder zu Beginn der Kindergartenzeit
eben nicht "sauber".

Wir wollen natürlich unserer Tochter nichts aufzwingen und glauben auch,
daß dies für die Entwicklung nicht gerade gut ist.

Meine Frage nun dahingehend:

Sollen wir unserer Tochter immer wieder sagen, daß sie auf `s "Töpfchen"
gehen soll und sie vielleicht sogar in regelmäßigen Abständen
daraufsetzen; einfach immer wieder daran erinnern? Oder bewirkt man mit
diesen Hinweisen eher das Gegenteil, nämlich die Ablehnung von
"Töpfchen" oder "Toilette"?
Vielen Dank für Ihre Antwort

Lieber Familienvater,
entweder haben Sie einen grottenschlechten Kinderarzt oder Sie haben sich einfach verhört! Es ist genau umgekehrt: Mit dem abgeschlossenen 3. Lebensjahr sind etwa 80 Prozent der Kinder tags und nachts sauber (übrigens rascher "flüssig" als "fest"), mit 4 Jahren über 90 Prozent. Ein Kindergarten kann also in der Regel durchaus voraussetzen, dass das Kind sauber sein möge, wenn es in den Kindergarten kommt. Was die Sauberkeitserziehung anbelangt, bitte ich Sie, in den bisherigen Beratungen meiner Sprechstunde nachzusehen. Dort taucht das Thema bereits mehrfach ausführlicher auf, so dass ich mich hier nicht unnötig wiederholen muss.
Mit freundlichem Gruß, Dipl.-Psych. H.-R. Schmidt

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