| Hallo! Heute Morgen musste wir wegen unserem Sohn ( 8 Jahre ) in die Schule. Da er sich sehr oft falsch verhält. Er lügt, nicht nur seine Lehrerin an, sondern auch uns. Er nimmt anderen Kindern immer etwas weg und behauptet dann es wäre seins. Wenn er Strafarbeiten machen soll, die er von seiner Lehrerin aufbekommen hat, erzählt er am nächsten Tag in der Schule, das er die Aufgaben nicht gemacht hat, weil mein Mann angeblich gesagt hat das er es erst schriftlich von der Lehrerin haben möchte. Was allerdings nicht stimmt. Auch hier zu Hause bemerke ich das er immer wider versucht uns anzulügen. Außerdem ist es zurzeit so das er immer andere Kinder schlägt. Und zwar so das die weinend auf dem Boden liegen vor schmerzen. Da kommen dann bei ihm auch wider lügen, wie er hat nicht angefangen. Nach dem Gespräch in der Schule wissen wir aber das er die anderen Kinder ohne irgend einen Grund schlägt. In der Schule ist jetzt ein Vertrag mit ihm abgeschlossen worden, wo er jetzt bis zu den Sommerferien zeit hat an seinem Verhalten zu arbeiten. So das er nicht mehr lügt, klaut und schlägt. Sollte er es nicht schaffen sein verhalten zu ändern, kann es ihm passieren das er von der Schule verwiesen wird. Wir sind mit unserem Latein am ende und wissen auch nicht wirklich wie wir ihm helfen soll. Mit unseren anderen beiden Söhnen ( 5 und 10 Jahre) haben wir diese Probleme nicht. Eine besorgte Mami |
Hallo,
Ihnen möchte ich etwas Ähnliches sagen wie in der
vorhergehenden Beratung: Sie schildern zwar das Problemverhalten
Ihres Kindes, geben mir (und sich selbst?) aber ansonsten
keinerlei psychologische Hintergrundinformationen über die
möglichen Ursachen. Sie beschreiben Ihren Sohn so, als hätte
sein Verhalten keinerlei psychologischen Bezug zu seiner
möglichen subjektiv-psychologischen Lage in seiner Familie. Sie
sprechen über ihn so unpersönlich wie über ein kaputtes Auto.
Ich schließe daraus, dass Sie sich wahrscheinlich viel zu wenig
Gedanken darüber machen, wie Sie das Verhalten Ihres Sohnes
verstehen könnten. Denn nur damit können Sie ihm und sich
helfen.
In einer Erziehungsberatungsstelle könnten Sie sich hierbei
helfen lassen.
Dipl.-Psych. H.-R. Schmidt